Du bist okay!

Es ist nicht leicht, in schwierigen Zeiten Gelassenheit zu bewahren. Thomas Hohensee zeigt anhand der buddhistischen Lehre, wie es uns trotzdem gelingen kann, innerlich ruhig zu bleiben und die Dinge so anzunehmen, wie sie nun einmal sind.

Gelassen zu bleiben in Situationen, in denen man früher an die Decke ging (und dort lange blieb) und in denen andere regelmäßig die Nerven verlieren, ist tief beglückend. Man kann nicht erwarten, dass alles so läuft, wie man sich das vorstellt. Mehr noch: Es ist unrealistisch anzunehmen, dass man von Umständen verschont bleibt, die man vehement ablehnt. Die Dinge nehmen ihren Lauf, wie es ihnen passt, und ohne Rücksicht darauf, ob man mit ihnen einverstanden ist.
Trotzdem Gelassenheit zu bewahren ist in solchen Fällen oft das Beste, was man tun kann. In gewisser Weise geht Gelassenheit gegen die menschliche Natur. Wir neigen dazu, uns gegen Widrigkeiten zu wehren, selbst wenn dies sinnlos ist. Wir reagieren ärgerlich oder ängstlich, wenn wir feststellen, dass wir keine Kontrolle über die Außenwelt haben. Oder wir möchten uns die Bettdecke über den Kopf ziehen und uns nie wieder mit den Widrigkeiten da draußen auseinandersetzen müssen.

Das Bewusstsein der eigenen Wahlmöglichkeiten ermöglicht es, sich für Gelassenheit zu entscheiden.

Kontrolle hat man jedoch nur über die Innenwelt. Doch was heißt hier „nur“? Immerhin sind auf diese Weise Gelassenheit und Glück möglich. Buddhas Glücksformel gibt uns klare Anweisungen: Sorge unter allen Umständen für dein Glück. Schaffst du es, auch unter herausfordernden Bedingungen gelassen zu bleiben, gibt diese außergewöhnliche Reaktion Anlass zur Freude. So ohne Weiteres funktioniert das allerdings nicht. Man muss in schwierigen Situationen achtsam sein, damit man nicht von der Tendenz, sich zu ärgern, zu ängstigen oder traurig zu sein, fortgetragen wird. Nur das Bewusstsein der eigenen Wahlmöglichkeiten ermöglicht es, sich für Gelassenheit zu entscheiden. Sobald einem bewusst wird, dass man ruhig bleiben kann, öffnet sich der Weg zu innerem Frieden. Es ist nie zu spät, achtsam zu sein. Zwar wäre es optimal, bereits zu Beginn einer schwierigen Situation zu wissen, dass man sich über diese nicht aufregen muss. Doch auch wenn man mitten in einem Ausbruch von Ärger bemerkt, dass Gelassenheit eine Option ist, ist das immer noch ein guter Zeitpunkt umzuschalten. Allein zu bemerken, dass man die Nerven verloren hat, ist eine Form der Achtsamkeit. In diesem Fall kann man daraus lernen und es beim nächsten Mal besser machen.

Thomas Hohensee
ist Autor, Life-Coach und Seminarleiter. Er hat mehrere Bestseller
geschrieben, darunter „Gelassenheit beginnt im Kopf“ und „Glücklich wie ein Buddha“, die bereits in sieben Sprachen übersetzt wurden. Sein Ziel ist es, möglichst vielen Menschen den Weg zu einem glücklichen und erfüllten Leben zu zeigen.

Zum Weiterlesen:

Thomas Hohensee, Buddhas Glücksformel für ein erfülltes Leben, Lotos Verlag, 16 Euro (erscheint am 8.3.2021)

Den ganzen Artikel finden Sie in unserer Ausgabe bewusster leben 2/2021

Diesen Artikel teilen

Schreiben Sie einen Kommentar