Die Inhaber von Selvara Kristina und Samuel möchten Räume schaffen, in denen Kinder von Anfang an selbstständig kreativ und mit Vertrauen in sich wachsen dürfen. Wir sprechen mit ihnen.
Wer steckt hinter selvaro und was macht ihr?
Wir sind Eltern einer kleinen Tochter aus dem Ostalbkreis in Süddeutschland. Wie viele andere Familien standen wir irgendwann vor der Frage: Wie gestalten wir unser Zuhause so, dass unser Kind wirklich dazugehört – ohne dass der Alltag ständig laut, hektisch oder anstrengend wird? Uns war wichtig, dass unsere Tochter nicht einfach nur „Spielsachen“ bekommt, sondern Dinge, die ihren eigenen Lernimpuls unterstützen. Wir wollten eine Umgebung schaffen, in der sie sich ernst genommen fühlt und selbst tätig werden kann – mit dem Montessori-Gedanken im Hinterkopf, aber ganz praktisch gedacht.
Bei klassischen Kindermöbeln sind wir damit nicht wirklich fündig geworden. Also habe ich begonnen, Möbel für meine Tochter selbst zu bauen. Als Freunde und Bekannte immer wieder gefragt haben, woher diese Möbel sind, entstand nach und nach die Idee, daraus mehr zu machen. So ist selvaro entstanden – eine Marke für Montessori-inspirierte Kindermöbel, die Selbstständigkeit im Alltag ermöglichen. Der Name selvaro leitet sich übrigens aus den italienischen Begriffen für „Selbst“ (sé) und „Wert“ (valore) ab – und steht sinngemäß für Selbstwert.
Was bedeutet Selbstständigkeit bei Kindern für euch persönlich?
Für uns heißt Selbstständigkeit nicht „früh lernen“, „besonders schnell sein“ oder Mama und Papa nicht mehr zu brauchen. Es geht um dieses wertvolle Gefühl: Ich kann das selbst.
Und ganz wichtig: um den Respekt vor der Eigenständigkeit des Kindes. Kinder haben einen eigenen Rhythmus, eigene Interessen und ein natürliches Bedürfnis, Dinge selbst zu entdecken. Wenn Kinder selbst ins Regal greifen können, ihr Buch aussuchen oder ihr Spielzeug wieder wegräumen, passiert etwas Erstaunliches: Sie werden ruhiger, sicherer und zufriedener. Und ehrlich gesagt – auch der Alltag als Eltern wird entspannter.
Viele Eltern fühlen sich im Alltag oft unter Druck. Wie erlebt ihr das?
Diesen Druck kennen wir gut. Gerade am Anfang möchte man alles „richtig“ machen, liest viel, vergleicht sich – und verliert dabei manchmal das eigene Bauchgefühl. Unsere Erfahrung ist: Kinder brauchen keine dauernde Anleitung. Sie brauchen eine Umgebung, die ihnen vertraut und ihnen etwas zutraut. Wenn diese Grundlage da ist, entsteht vieles von selbst – ohne ständiges Eingreifen.
Welche Rolle spielt dabei der Montessori-Gedanke?
Montessori hat uns vor allem durch den bekannten Satz geprägt: „Hilf mir, es selbst zu tun.“
Wir verstehen Montessori nicht als starres Konzept, sondern als innere Haltung. Aus genau diesem Grundgedanken sind auch unsere Möbeldesigns entstanden: Sie sollen Kindern ermöglichen, selbst aktiv zu werden – nicht nur durch Anleitung, sondern durch eine passende, vorbereitete Umgebung.
Was macht selvaro anders als klassische Kindermöbel?
Unsere Möbel sind bewusst ruhig gestaltet und genau auf die Bedürfnisse von Kindern abgestimmt. Keine grellen Farben, keine Reizüberflutung – stattdessen Holz, klare Formen und langlebige Qualität. Uns war wichtig, Möbel zu entwickeln, die sich auch stilvoll in ein echtes Zuhause einfügen – nicht nur ins Kinderzimmer. Möbel, die mitwachsen und über Jahre hinweg unterschiedliche Funktionen erfüllen können.
Gab es bei euch ein Erlebnis, das euch gezeigt hat, wie stark Möbel wirken können?
Ja, ganz klar: der Lernturm in unserer Küche. Sobald unsere Tochter sicher stehen konnte, war sie sofort dabei. Nicht mehr nur zuschauen, sondern wirklich Teil des Geschehens sein – beim Gemüse waschen, Teig rühren oder einfach beobachten. Man merkt richtig, wie stolz sie ist, wenn sie mithelfen darf.
Was uns überrascht hat: Der Alltag wurde dadurch nicht anstrengender, sondern ruhiger. Sie ist ausgeglichener, weil sie nicht ständig hochgehoben werden muss oder frustriert ist, weil sie nichts sieht. Der Lernturm hat sie auf Augenhöhe gebracht – im wahrsten Sinne des Wortes. Dieses Gefühl von „Ich gehöre dazu“ hat bei ihr unglaublich viel verändert – und bei uns auch.
Was wünscht ihr euch für Familien, die eure Möbel nutzen?
Dass Kinder sich sicher fühlen, sich ausprobieren dürfen und stolz auf das sind, was sie selbst schaffen. Und dass Eltern merken: Man muss nicht alles kontrollieren. Oft reicht es, den richtigen Rahmen zu setzen – und dann auch mal loszulassen.stens die Umsetzung gesicherter alltagsnaher Maßnahmen, wie Bewegung, Schlafhygiene, Rituale zur Stressreduktion, Einbindung in soziale Netze und gesunde Kost. Und zweitens eine verstandesbetonte, zurückhaltende Nutzung von Nahrungsergänzungsmitteln, bei der Nutzen, Risiko und Evidenzlage gegeneinander abgewogen werden.


