Plötzlich alleinerziehend

Alleinerziehende Eltern wuppen ganz schön viel und sind sich ­ihrer ­Stärke meist gar nicht bewusst. Nina Grimm zeigt, dass neben all den Schwierigkeiten in einem solchen Familienmodell auch Chancen für einen Neubeginn liegen.

Lasst uns ehrlich sein: eine Trennung ist immer Scheiße. Doppelt und dreifach, wenn Kinder mit im Spiel sind. Also lasst uns gemeinsam der Frage widmen, was es braucht, damit aus diesem existenziellen Schmerz ein nährender Neuanfang für dich werden kann. Denn das Potenzial dafür hat eine Krise wie diese allemal. Wie leicht sie dir am Ende fallen wird, beginnt tatsächlich damit, wie ihr euch trennt.

Das „Wie“ entscheidet

Die Art der Trennung ist spielentscheidend für das Ausmaß der psychischen Belastung aller Beteiligten. Studien zeigen, dass Scheidungskinder durch eine Trennung, durchaus Einknicke in ihrer psychischen Stabilität aufweisen, aber auch, dass diese nicht anhalten: Schon nach zwei Jahren unterscheiden sich ­Trennungskinder hinsichtlich ihrer psychischen Stabilität nicht mehr von Kindern aus intakten Familien. Mehr sogar: Trennungskindern Es geht ihnen es psychisch besser, als Kindern, die in chronisch angespannten Verhältnissen leben. Vorausgesetzt die Trennung läuft sauber. Vorausgesetzt die Trennung läuft sauber.

Eine gute Beziehung zu beiden Elternteilen

Für die Kinder ist hier vor allem entscheidend, dass beide Elternteile ihren Frust unter sich klären und das Kind in der Rolle des Kindes bleiben kann. Außerdem ist es wichtig, dem Kind zu ermöglichen, eine gute Beziehung zu beiden Elternteilen führen zu können. Denn ein Kind fühlt immer einen Teil Mama und einen Teil Papa in sich. Wenn es mitbekommt, dass beispielsweise Papa Mama verachtet, stellt das Kind einen Teil in sich selbst in Frage – eine Steilvorlage für einen instabilen Selbstwert und damit Nährboden für viele potenzielle psychische Langzeitauswirkungen, die ihr eurem Kind nicht wünscht.
Nina Grimm

Den ganzen Artikel finden Sie in unserer bewusster leben Ausgabe 1/2025

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