Journaling ist eine kraftvolle Methode, um Gedanken zu sortieren, Emotionen zu reflektieren und deine tiefsten Wünsche zu entdecken.
Schon Buddha lehrte: „Worte besitzen die Macht, zu verletzen oder zu heilen. Sind sie jedoch wahrhaftig und zugleich von Güte getragen, können sie die Welt verändern.“ Tatsächlich braucht es oft nur wenige Worte, um Großes in Bewegung zu setzen. Ein Liebesbrief kann der Anfang eines gemeinsamen Lebens sein, eine tiefe Verbindung schaffen oder eine verlorene Freundschaft neu entfachen. Ein selbst verfasstes Gedicht vermag es, unsere innigsten Sehnsüchte auszudrücken. Und wer beim Journaling seine Gedanken zu Papier bringt, wird feststellen: Im Schreiben begegnen wir uns selbst. Es sind die Worte deines Lebens, die dort Gestalt annehmen. Wenn du beim Journaling Erlebnisse, Gefühle und Eindrücke festhältst, scheint die Zeit für einen Moment stillzustehen. Vielleicht fließen die Worte mühelos aus dir heraus, als wollten sie endlich ausgesprochen und niedergeschrieben werden.
Beim Schreiben können wir aus negativen Gedanken aussteigen
Du gerätst in einen Schreibfluss. In diesem Prozess können auch deine Wünsche Form annehmen. Denn sobald Gedanken zu geschriebenen Worten werden, treten sie aus deinem Inneren hinaus in die sichtbare Welt. Die Hirnforschung hat herausgefunden, dass wir unsere Hirnstruktur beeinflussen und bis ins hohe Alter verändern können. Wir können also aus unseren negativen Gedanken-Autobahnen aussteigen und neue, positivere Gedankenpfade einschlagen. So entdeckte Richard Davidson im Zuge seiner Forschung, dass Wohlfühlen eine erlernbare Fähigkeit ist. Diese bahnbrechende Erkenntnis gewann er durch das Studium der Hirnstruktur tibetischer Mönche. Er fand heraus, warum diese anders aussieht als die von anderen Menschen. Die Neurowissenschaftlerin und Therapeutin Dr. Deborah Ross baut auf den Erkenntnissen von Davidson auf und empfiehlt absichtsvolles Schreiben als ein Tool und einen Prozess, um unser Wohlbefinden zu unterstützen und unsere Hirnstruktur positiv zu beeinflussen. Beim absichtsvollen Schreiben, auch Journaling genannt, geht es, anders als beim Tagebuchschreiben, nicht nur darum, die Gedanken aufs Papier zu bringen. Es geht darum, eine Erkenntnis zu gewinnen, einen neuen Blickwinkel zu bekommen oder eine Lösung zu finden. Dafür empfiehlt Deborah Ross drei Schritte im Journaling:
- Intention: Hier gilt es, sich zu überlegen, was ich mit dem Schreiben bezwecken will. Hilfreich können dabei folgende Fragen sein: Welche Art von Leben will ich führen? Wer will ich im nächsten Kapitel meines Lebens sein?
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