Die Sehnsucht nach einer stabilen, verlässlichen Partnerschaft ist tief in uns verankert. Mit folgenden Tipps könnt ihr eure Beziehung achtsam stärken und eine tiefe, vertrauensvolle Verbindung zueinander aufbauen.
Immer wieder stellt sich die Frage, wie es manchen Paaren gelingt, über viele Jahre hinweg zusammenzubleiben. Was hält ihre Beziehung stabil? Gibt es so etwas wie ein Erfolgsrezept? Eine eindeutige Antwort darauf gibt es vermutlich nicht – wohl aber zentrale Merkmale, die sich bei langlebigen Beziehungen immer wieder zeigen. Verbundenheit und gemeinsame Nähe wechseln sich darin mit Phasen von Distanz und Herausforderung ab. Wer versteht, wie dieses Gleichgewicht gelingt, wie Konflikte respektvoll ausgetragen werden und Vertrauen Schritt für Schritt wachsen kann, hat die Möglichkeit, die Höhen und Tiefen einer Beziehung nicht nur zu überstehen, sondern sie aktiv und bewusst zu gestalten.
Geboren, um zu lieben
Wir alle möchten die Liebe in ihrer vollen Bandbreite erleben, und das selbstverständlich bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Tod uns scheidet. Hofft nicht jeder von uns irgendwo im Hinterstübchen genau darauf? Die Psychotherapeutin Birgit Jakobs beschäftigt sich schon lange mit den Wünschen und Sehnsüchten von Paaren und hilft ihnen, so manche Bruchlandung in der Realität zu meistern. In ihrem Buch „Paartherapie auf der eigenen Couch“ erklärt sie, welche Zutaten eine funktionierende Liebesbeziehung braucht.
Frei und doch verbunden
Wer kennt sie nicht – diese Phasen, in denen wir uns unserem Gegenüber ganz nah fühlen, nur um kurz darauf wieder das dringende Bedürfnis nach Abstand zu verspüren. Dieses Auf und Ab gehört zu jeder Beziehung. Doch was passiert, wenn die Bedürfnisse so unterschiedlich sind, dass einer den Partner am liebsten rund um die Uhr bei sich hätte, während der andere mehr Raum für sich selbst braucht?
Es erfordert in solchen Situationen vor allem Geduld, Verständnis und viel Einfühlungsvermögen, um diese gegensätzlichen Bedürfnisse nach Nähe in Einklang zu bringen – so, dass am Ende beide Seiten einen tragfähigen Weg miteinander finden. Jakobs rät dazu, dass jedes Paar einen eigenen Nähe-Distanz-Rhythmus entwickeln sollte. Es sei entscheidend, dass die Partner ihre Verbindung aufrechterhalten können, auch ohne alles gemeinsam machen zu wollen. „Lässt man dem anderen seinen Freiraum, kommt er in der Regel erfüllt zurück und trägt dies in die Beziehung hinein“, so die Psychotherapeutin. Im Übrigen zeigt das Ergebnis einer Langzeituntersuchung, dass in einer guten Partnerschaft auch jeder für sich allein glücklich sein kann. Frei und doch verbunden zugleich – besser geht´s nicht.
Zum Weiterlesen: Birgit Jakobs, Paartherapie auf der eigenen Couch, TRIAS Verlag, 22 Euro
Den ganzen Artikel findest du in unserer bewusster leben Ausgabe 3/2026
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