Wim-Hof-Methode

Wim Hof, bekannt geworden als „Iceman“, hat eine Methode entwickelt, mit der wir unsere Selbstheilungskräfte aktivieren und innere Grenzen sprengen können. Ob jung oder alt – die Wim-Hof-Methode ist einfach zugänglich und macht es möglich, ungeahnte Energiequellen zu erschließen.

Es sind über 20 Weltrekorde, die der Extremsportler und Freigeist derzeit hält: Er bestieg den Kilimandscharo in kurzen Hosen, tauchte unter einer dicken Eisschicht 66 Meter weit und darf sich mit dem Ruhm für das längste Eisbad schmücken – 1 Stunde, 52 Minuten und 42 Sekunden. Wenn jemand den Spitznamen „The Iceman“ verdient, dann ist es Wim Hof. Seit seiner Jugend zieht es den Niederländer zu Extremen und er hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen zurück in ihre eigene Kraft zu bringen. So überzeugte er mit seiner Wim-Hof-Methode bis heute tausende Menschen von den Vorzügen der eiskalten Dusche.

Die 3 Säulen: Atmen, Kälte, Mentaltraining

Sein Übungsansatz führt zu mehr Gesundheit, Stressbewältigung, Glück und Zufriedenheit, so Wim Hof. Drei einfache Säulen, nämlich Atmen, Kälte und Mentaltraining seien der Schlüssel zu mehr Vitalität und weniger Erkrankungen – und das kostenlos und simpel zu lernen. Dabei machte sich der Begründer das Wissen aus verschiedenen Lehren zunutze und entwickelte seinen Ansatz durch viel Selbsterfahrung weiter. Und die Idee zündet.

Auch wenn der Sprung ins kalte Wasser oder eine kalte Dusche kostenlos und der Atem allgegenwärtig ist, muss man bei der Wim-Hof-Methode doch einiges investieren: Ohne eine gute Portion Selbstkontrolle, Engagement und Intention geht es nicht. Dabei bringt sie den Menschen in die Eigenverantwortung und ermöglicht die Erfahrung, Gesundheit und Wohlbefinden in die eigenen Hände zu nehmen – wer würde da schon Nein sagen? Wäre da nicht der innere Warmduscher.

Bei wem sich schon beim Gedanken an Kälte die Nackenhaare aufstellen, sei beruhigt. Auch wenn es ein Weg der Extreme ist, findet das Eintauchen in die neue Erfahrung nur langsam und schrittweise statt.

Die Kraft des Atems: „Nicht so viel denken, einfach tun!“

Die erste Säule der Wim-Hof-Methode ist das Atmen. Das meint die Verbindung mit der Kraft des Atems, die uns jeden Moment begleitet. Durch einfache Atemübungen wird mehr Sauerstoff aufgenommen und Kohlendioxid abgegeben, wodurch sich der pH-Wert des Körpers in den basischen Bereich verschiebt. Die verstärkte Atmung reinigt das Lymphsystem, das auch Abfallstoffe abtransportiert. Durch die Verbesserung der Zellatmung kann u.a. Entzündungsprozessen entgegengewirkt werden, die Auslöser vieler Krankheiten sind. Das Immunsystem und das Herz-Kreislaufsystem werden gleichermaßen gestärkt.

Der Atem ist außerdem ein wichtiger Helfer bei der Begegnung mit der Kälte. Er führt immer ins Jetzt und in den Körper und gibt die Kraft, extremen äußeren Reizen standzuhalten. So motiviert Wim Hof die Teilnehmenden in seinen Kursen mit seiner unprätentiösen Art weniger Fragen zu stellen, raus aus den Gedanken, rein in den Atem zu kommen. „Atmet, ihr Penner! Nicht so viel denken, einfach tun! Tief, tief, tief in die Lunge rein.“

Den ganzen Beitrag finden Sie in unserer Ausgabe bewusster leben 4/2021

Zum Weiterlesen: Wim Hof, “Die Wim-Hof-Methode“, Integral Verlag, 18 Euro

Diesen Artikel teilen

Weitere Beiträge

Yoga gegen graue Tage

Es gibt Tage, da geht es uns schlecht – seelisch und körperlich. Doch wenn wir uns ein wenig bewegen, hilft das meist und hat positive Auswirkungen. Karo Wagner zeigt drei Yoga-Sequenzen, die dabei helfen, aus dem Tief rauszukommen.

Hüpf mal wieder!

Hüpfen ist ein Bekenntnis zum Augenblick, zur Schönheit und Heiterkeit eines jeden Moments. Und: Im Hüpfen verbinden sich Himmel und Erde.

Meine kleine Teeauszeit

Der Genuss einer schönen Tasse Tee ist eine Auszeit vom Alltag und ein gutes Mittel der Entschleunigung. Eine Teezeremonie kann uns innerlich zur Ruhe bringen und uns zu einer neuen Sicht der Dinge verhelfen. Unsere …

Schreiben Sie einen Kommentar